Die SPD Brandenburg ist 30 Jahre alt. Damit endet dieser Zeitstrahl, vorläufig. Anlässlich des feierlichen Jubiläums sollten Gäste aus ganz Deutschland eingeladen werden und die Aktiven der ersten Stunde zu Wort kommen. Leider verhindert die Corona-Pandemie eine gemeinsame Feier. Ende Mai 2020 atmen wir gerade auf, weil in Deutschland die Fallzahlen der Krankheit Covid-19 vergleichsweise gering sind und sich nur noch wenige Menschen anstecken. Langsam werden die strengen staatlichen Auflagen wieder gelockert, die die Ausbreitung der Krankheit eingedämmt haben.

Die Pandemie und ihre Auswirkungen bezeichnen wir als Krise, und tatsächlich sehen wir, dass nicht nur Erkrankungen und Todesfälle zu beklagen sind. Auch wirtschaftliche Folgen der notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit werden uns noch lange beschäftigen.

„In der Krise zeigt sich der Charakter“, sagte Helmut Schmidt. Das gilt für Menschen wie für politische Parteien gleichermaßen. Weltweit haben populistische Politikerinnen und Politiker in der Corona-Krise ihre ganze Schwäche bewiesen: Plötzlich reicht es nicht mehr, gegen etwas zu sein. In der Krise müssen die Verantwortlichen handeln, Weitsicht zeigen, abwägen. Das sind nicht die Stärken derjenigen, die gern auf Stammtischniveau diskutieren und Probleme vereinfachen. Wer in einer Zeit, in der richtige Informationen und richtiges Verhalten lebenswichtig sind, Verschwörungstheorien in die Welt setzt, der zeigt wirklich seinen Charakter. Die rechtspopulistische AfD rutscht in Brandenburg ab, bundesweit landet sie noch bei 9 Prozent (infratest dimap 07.05.2020). Im Gegensatz dazu gewinnt die SPD Brandenburg in diesen Tagen wieder an Zustimmung. Dreiviertel der Brandenburgerinnen und Brandenburger sind mit dem Krisenmanagement der SPD-geführten Landesregierung einverstanden, wie eine Umfrage des RBB im April 2020 ergab.

In Brandenburg ist die SPD seit 30 Jahren Garant für eine stabile, soziale und gerechte Politik. Daran haben tausende von sozialdemokratischen Frauen und Männern in Gemeindevertretungen, Kreistagen, in kommunalen Verwaltungen, im Landtag Brandenburg, in der Landesregierung, in Vereinen und Initiativen täglich gearbeitet.

Der historische Bogen über 30 Jahre beginnt und endet in bewegten Zeiten. Er beginnt in einer Phase des Wandels und der Ungewissheit, in der Mut, Kreativität und der Blick nach vorn gefragt und wichtig waren. Und er endet in einer Krisenphase, in der das Gemeinwesen, das wir über 30 Jahre aufgebaut und gestärkt haben, sich bewähren muss. Die Voraussetzungen sind ganz andere. Aber eines bleibt doch gleich: In der SPD Brandenburg finden sich Menschen zusammen, die Verantwortung für ihr Land, für ihre Mitmenschen übernehmen wollen. Und das wird auch in Zukunft so bleiben.

 

Bild: SPD Brandenburg