Aus dem „Aufbau Ost“ der frühen Jahre ist inzwischen eine eigene, Brandenburger Wirtschaftsentwicklung geworden. Die großen Industrieansiedlungen stehen nicht mehr nur wie Leuchttürme im flachen Land. Inzwischen haben sich ein gesunder Mittelstand, produzierendes Gewerbe, Dienstleistung und Tourismus entwickelt.

Die Neuausrichtung der Landesentwicklung und Wirtschaftsförderung, die Matthias Platzeck mit dem Konzept „Stärken stärken“ 2004 begonnen hat, zeigt Erfolge, die Haushaltseinkommen sind in den vergangenen fünf Jahren weiter gestiegen, das Armutsrisiko ist gering wie nie zuvor, die Zahl der Beschäftigten steigt, die Wertschöpfung pro Arbeitsstunde hat sich seit 1991 vervierfacht (Zeitschrift für amtliche Statistik Berlin-Brandenburg 1/2011). Der politische Schwerpunkt „Bildung“ zeigt Wirkung: Die Betreuungsquote in Kitas ist so hoch wie nie. Während die Zahl der Schülerinnen und Schüler zurückgeht, wird das Schulsystem in Brandenburg stabil gehalten. Und die Zahl der Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen steigt von 2004 bis 2009 um 49 Prozent. Allerdings bedroht die Weltfinanzkrise die wirtschaftlichen Aussichten. Entschlossenes Handeln von Bund und Ländern mit dem Kurzarbeitergeld und Investitionsprogrammen zeigen schnell Wirkung.

2009 ist ein Super-Wahljahr: Bundestagswahl und Landtagswahl Brandenburg fallen auf denselben Tag. Angela Merkel steuert die CDU demonstrativ in die Mitte und betont soziale Themen. Die Verbesserungen, die die SPD in der großen Koalition im Bund ihr abgerungen hatte, verkauft sie im Wahlkampf als CDU-Politik. Die Bürgerinnen und Bürger sind zufrieden mit der Bundespolitik, auch dem Umgang mit der Weltfinanzkrise, was aber vor allem Merkel zugutekommt.

 

Bild: Hoffmann und Campe