Am 12. Juni 1994 finden die ersten Europawahlen für die Brandenburgerinnen und Brandenburger statt. Bis dahin ist Walter Romberg der 1991 vom Bundestag entsandte Beobachter für die SPD und Brandenburg im Europäischen Parlament. Walter Romberg war für die SPD Minister ohne Geschäftsbereich in der letzten Modrow-Regierung und nach der Volkskammerwahl am 18. März 1990 Finanzminister in der Regierung von Lothar de Maizière. 1994 ist Norbert Glante der SPD Kandidat in Brandenburg. Glante war von 90 bis 93 Landrat in Potsdam-Land. Mit 37 Prozent liegt die SPD bei den ersten Europawahlen in Brandenburg klar vorn und Norbert Glante wird Abgeordneter in Brüssel. Vor allem wegen der Förderprogramme für Soziales, Strukturpolitik, den ländlichen Raum und die Landwirtschaft ist die Politik der Europäischen Union für Brandenburg von großer Bedeutung. Viele Investitionen in die Infrastruktur des Landes hätte Brandenburg ohne die Hilfe aus Brüssel nicht stemmen können. Norbert Glante engagiert sich bis 2014 im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie. 2014 tritt Norbert Glante nicht wieder an und Susanne Melior, Mitbegründerin der SPD Brandenburg und viele Jahre Mitglied im Landtag wird für fünf Jahre seine Nachfolgerin.

 

Bild: Norbert Glante