Das Internet ist heute für uns eine Selbstverständlichkeit, ein Teil des Alltags. Die digitale Welt beeinflusst ihr reales Gegenstück in fast jedem Aspekt: unser Arbeitsleben, unsere Kommunikation, unsere politischen Entscheidungen.

Mitte der Neunzigerjahre ist das noch anders. Die ersten Internetanschlüsse werden für Privatpersonen, Vereine oder kleine Unternehmen gerade erst erschwinglich. Noch sind sie langsam und kompliziert in der Einrichtung. Aber das Geschäft wächst schnell, immer mehr Menschen suchen Informationen, Adressen oder Kontaktdaten im Netz. Im Dezember 1997 ist es dann soweit. Die ersten Schritte sind getan und die Homepage der SPD Brandenburg geht nach langer und intensiver Arbeit online. Unter www.spd-brandenburg.de bekommen von nun an die Bürgerinnen und Bürger auch im Internet einen Überblick über die politische Arbeit und die Beteiligungsmöglichkeiten des Landesverbandes. Am 14. Februar 1998 ist es dann so weit, jetzt sind auch die SPD-Unterbezirke im Netz vertreten. Die historische Internetseite der SPD Brandenburg finden Sie noch heute auf web.archive.org.

Kurz darauf beginnt der Bundestagswahlkampf. Am 1. Mai 1998 hält der zukünftige Bundeskanzler Gerhard Schröder auf dem Luisenplatz in Potsdam eine Rede vor 8.000 Menschen. Die SPD gewinnt die Bundestagswahl am 27. September. Schröder wird von einer rot-grünen Mehrheit zum Bundeskanzler gewählt. Ebenfalls am 27. September finden die Kommunalwahlen statt, in der die SPD stark abschneidet. Matthias Platzeck wird mit 64% der Stimmen zum Oberbürgermeister von Potsdam gewählt.

Mit fließendem Übergang geht es in den Europa- und den Landtagswahlkampf: Am 13. Juni 1999 wird die SPD stärkste Kraft bei der Europawahl in Brandenburg, Norbert Glante kann sein Mandat fortsetzen. Zwei Wochen später wird Manfred Stolpe erneut zum Spitzenkandidaten der SPD Brandenburg für die Landtagswahl am 5. September aufgestellt. Unter dem Slogan „Weil wir Brandenburg menschlich gestalten wollen“ kämpft die SPD um jede Stimme. Bei der Wahl am 5. September verliert sie im Vergleich zum Jahr 1994, bleibt mit 39% der Zweitstimmen aber stärkste Kraft. Am 4. Oktober beschließt der Landesparteitag, eine Koalition mit der CDU einzugehen. In der Folge kündigt Regine Hildebrandt an, dass sie sich aus der Landesregierung zurückzieht. Manfred Stolpe wird am 13. Oktober erneut zum Ministerpräsidenten gewählt.

 

Bilder: SPD Brandenburg